Übung: Sich auf Lösungen statt Probleme zu fokussieren – Die Wunderfrage

Bestimmt kennst du das, du hast irgendein Problem, irgendetwas läuft einfach nicht so richtig, wie du dir das vorstellst und du findest einfach keinen Ausweg. Irgendwie wird alles immer noch schlimmer und du bist nur noch am Meckern und Leid klagen. Wenn du mit deinen Freunden über das Problem sprichst, geht es immer wieder darum, was alles schief läuft. Vielleicht hast du auch gar nicht ein Problem, sondern mehrere und es läuft generell alles gerade nicht so richtig gut in deinem Leben. Dein Chef scheint dich nicht besonders zu mögen, deine Beziehung ist auch eher lauwarm und ständig erkältet bist du auch noch. Mecker, mecker, mecker.

Seien wir doch mal ehrlich, manchmal macht Meckern wirklich Spaß. Und manchmal fühlt es sich fast gut an, sich in seinem Selbstmitleid zu baden und Ewigkeiten auf seinen eigenen Problemen herumzureiten. Aber hilft es dabei die Problem zu lösen? Sehr wahrscheinlich nicht. Wenn wir uns immer nur auf das Problem fokussieren, verpassen wir die Lösung.

Im Coaching gibt es eine Methode, die inzwischen wohl zu den Klassikern gehört, die dafür sorgt, dass die Klienten sich ganz sanft auf die Lösungen fokussieren statt auf das Problem. Die Methode nennt sich die Wunderfrage, nach Steve de Shazer. Angeblich heißt sie so, weil ein Klient von Steve de Shazer wohl mal verzweifelt ausrief „Jetzt kann mir nur noch ein Wunder helfen!“. Diese Frage kann jeder sehr leicht bei sich selber anwenden um aus dem Mecker-Modus rauszukommen und stattdessen Lösungen zu finden.

Die Frage lautet:

Angenommen, während du Nachts schläfst, passiert ein Wunder und dein Problem wäre wie durch ein Wunder gelöst wenn du am nächsten Morgen aufwachst. Woran würdest du am nächsten Tag merken, dass ein Wunder passiert ist?

Gar nicht so leicht zu beantworten, oder? Nimmt dir ruhig Zeit und denke längere Zeit über die Frage nach. Mach dir ein paar Notizen und Stichwörter. Schreib dir verschiedene Aspekte vielleicht auf kleine Kärtchen. Schreib dir erstmal alles auf, was dir in den Sinn kommt. Weitere Ergänzungsfragen, können dir dabei helfen noch mehr Aspekte zur Lösung zu finden:

Wer erkennt als erster, dass sich etwas verändert hat?

Woran erkennen es andere?

Wenn du deine Situation auf einer Skala von 1-10 einordnen müsstest, wo stehst du dann heute? (10 wäre das Wunder erreicht)

Gab es schon mal einen schlimmeren Zustand deines Problems? Wo auf der Skala warst du dann und wie bist du wieder nach oben gewandert?

Was müsste passieren um einen Punkt auf der Skala nach oben zu klettern?

Was werden deine nächsten Schritte sein um auf der Skala nach oben zu wandern?

Immer noch gar nicht so einfach zu beantworten, oder? Wenn du dir die Zeit nimmst, über diese Fragen nachzudenken, können dir die Antworten die ersten Lösungsansätze klar machen. Durch die Fragen nimmst du dich selber aus de Problemraum raus und versetzt dich in den Lösungsraum.

Sein eigenes Verhalten kann man immer ändern, aber was ist wenn unser Problem durch das Verhalten anderer Menschen beeinflusst wird? Andere Menschen zu ändern, seien wir ehrlich, das klappt sehr selten. Aber bist du dir sicher, dass du auch hier schon alles ausprobiert hast? Hast du deine Bedürfnisse kommuniziert? Hast du mit Beteiligten darüber gesprochen um mögliche Veränderungen umzusetzen?

In der Theorie klingt es alles plausibel, aber in der Praxis ist es deutlich schwieriger umzusetzen. Nimm dir die Zeit die Antworten auf die Wunderfrage zu finden, zu reflektieren, darüber nachzudenken und dann konkrete To-Dos für die Lösung zu finden.

Manchmal weiß man zwar genau, was zu tun ist, aber man traut sich in der Umsetzung noch nicht so richtig. Oder man weiß nicht so richtig, wo genau man anfangen sollte. Da hilft es beispielsweise sich einen Coach zu suchen, der einem einen sanften Schubs in die richtige Richtung verpasst.






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