In den letzten Beiträgen schrieb ich über Glück und wie man dazu kommen kann. Aber was ist Glück denn eigentlich? Was bedeutet das überhaupt?

Glück. Das wollen wir alle haben. Oder sein. Aber was ist eigentlich Glück?
Irgendwie ganz schön schwierig zu beschreiben, oder? Man weiß, dass man es fühlt, wenn man glücklich ist. Aber irgendwie ist Glück oder Glücklichsein gar nicht so leicht zu beschreiben oder zu greifen.

Gut, dass man bei Google inzwischen auf alles eine Antwort bekommt. Ich hab mal eben gegoogelt und Glück als „angenehme, freudige Gemütsverfassung“ als Definition bekommen.

In der Wissenschaft unterscheidet man meist zwischen zwei verschiedenen Arten von Glück.

Es gibt das kurzfristige Erleben von Glück. Das ist die gute Laune die ich habe, oder die Freude die ich in einem bestimmten Moment erlebe. Wenn ich mich freue nach Wochen endlich wieder eine gute Freundin in den Arm zu schließen, oder wenn ich ein Kompliment bekomme oder eine gute Note in einer Klausur bekomme.

Dann gibt es noch das langfristige Glück. Das fühlt sich oft nicht intensiv an wie das kurzfristige Erleben von Glück. Er ist irgendwie sanfter und ruhiger. Meiner Meinung nach, ist das langfristige Glück eine tiefe Zufriedenheit, die man durch eine Gelassenheit und Ruhe in seinem Alltag spürt. Zutiefst glückliche Menschen, sieht man es oft an. Sie strahlen für mich Ruhe aus, wirken unerschütterlich und man sieht ihn ihre Zufriedenheit oft an.

Manche Wissenschaftler unterscheiden dann auch noch zwischen „sich gut fühlen“ und „gutes tun“. Das ist das Pleasures vs. Meaning Prinzip.

Es gibt ziemlich viele Dinge in unserem Leben, die dafür sorgen, dass wir uns gut fühlen. Ein leckeres Eis essen, einen lustigen Film gucken. Diese Dingen machen uns zwar Spaß, aber sie geben unserem Leben nicht unbedingt tiefere Bedeutung.

Dann gibt es noch viele Dinge, die zwar nicht immer Spaß machen, aber unserem Leben eine tiefere Bedeutung geben. Das könnte zum Beispiel sein sich für Gemeinnützige Organisationen einzusetzen. Oder beispielsweise sich um die kranken Großeltern zu kümmern. Kinder groß zu ziehen gehört auch dazu. Sicherlich gibt es da viele Aspekte und Momente, die uns dabei Spaß machen. Aber eben auch sehr viele, die keinen Spaß machen. Aber all diese Dinge geben unserem Leben Bedeutung. Das heißt, dass wir auf Dauer glücklicher sind.

Ich glaube ja, dass die all die Dinge in Leben, die uns Spaß machen für das kurzfristige Glück in unserem Leben sorgen. Und all die Dinge, die unserem Leben Bedeutung geben, sorgen für das langfristige Glück.

Im Endeffekt, ist eine gesunde Mischung aus beiden Arten wohl am effektivsten.

Wie ihr seht, Glück ist noch irgendwie etwas undeutlich definiert und tatsächlich wird Glück auch erst seit den 90er so richtig erforscht als die Positive Psychologie entstand. (Lies diesen Artikel um mehr über die Entstehung der Positiven Psychologie zu erfahren)

Dennoch hat die Wissenschaft einige Methoden entwickelt, wie man Glück messen kann. Die einfachste ist, die Menschen einfach zu fragen. Auch wenn jeder Glück für sich anders definiert, wir wissen alle wie es sich anfühlt und können Auskunft darüber geben, ob wir es sind oder nicht.

Falls du mal einen Test machen möchtest, dann schau mal auf der Webseite authentichappiness von der Penn University nach. Dort findest du gleich mehrere Fragebögen.
Ich würde dir für den Anfang den Emotionsfragebogen nach Fordyce empfehlen.

Auch wenn die Wissenschaft zum Glück noch sehr jung ist und Glück sich wahrscheinlich für jeden Menschen anders anfühlt, so kennt man inzwischen doch viele Methoden wie man glücklicher werden kann. Nicht alle werden für jeden Menschen funktionieren, aber die meisten Methoden werden für die meisten Menschen funktionieren.

Ich glaube wir sollten alle versuchen ein wenig glücklicher zu sein. Denn wie schon Aristoteles gesagt hat:

“Happiness is the meaning and the purpose of life, the whole aim and end of human existence”